
Der 19. Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung ist Geschichte.
Was bleibt von den drei intensiven Kongresstagen im Hotel Adlon? Welche Auftritte haben Sie persönlich begeistert? Was machte Schlagzeilen? Welche Gespräche wirken nach?
Aus der Politik sind das für mich die Gespräche über ein starkes Europa. Amerika ist kein verlässlicher Partner mehr. Das spüren wir in der Handels- und Sicherheitspolitik, was uns auf den Panels vor allem Simone Menne (AmCham Germany) oder EU-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sehr deutlich machten. Europa wünscht sich aber auch mehr digitale Souveränität.
Deutschlands erster Digitalminister Karsten Wildberger suchte auf dem Wirtschaftsgipfel nach europäischen Lösungen, ohne sich auf einen „Buy European“-Ansatz zu versteifen. Bei Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure spürte man noch mehr den Industriepolitiker. Beide aber machten klar: Europa muss besser zusammenarbeiten. Es braucht mehr gemeinsame Ansätze und einen stärkeren Binnenmarkt – dazu gehört auch weniger Bürokratie.
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach in seiner Eröffnungsrede in dem Kontext sogar von einem Bürokratiemonster. Aus der Wirtschaft bleiben mir vor allem die vielen dynamischen Start-ups in Erinnerung. Die deutsche Start-up-Szene lebt, auch wenn Siemens-Chef Roland Busch beim SZ-Gipfel meinte, dass er heute eher in den USA gründen würde. Deutschlands wertvollste Neugründung Helsing macht zum Beispiel mit autonomen Kampfdrohnen und Kampfjets Schlagzeilen. Damit zieht CEO Gundbert Scherf auch immer mehr Top-Kräfte aus der kriselnden Autoindustrie an, wie er auf der Adlon-Bühne verriet.
Norman Koerschultes Drohnen wiederum transportieren Blutkonserven für Krankenhäuser oder Werkzeuge für die Industrie. Im Powertalk regte der Chef von Morpheus Logistik aber vor allem eine gesellschaftspolitische Debatte über einen flächendeckenden Ausbau des Drohnenverkehrs an: Würde das die Innenstädte grüner machen? Ein spannender Gedanke.
Vom Sport und Ex-Fußballer Oliver Bierhoff kann man schließlich lernen, dass auch in Politik und Wirtschaft manchmal deutliche Kabinenansprachen nicht schaden können. Man muss nicht nur konsequent trainieren. Um gemeinsame Erfolge feiern zu können, muss man sich vor allem als Team verstehen und zusammen anpacken. Klingt eigentlich einfach.
Mir bleibt Ihnen und meinem Team aus Redaktion und Verlag für drei unvergessliche Tage voller News, Energie und Witz zu danken. Mir war es eine Freude.
Bis zum nächsten Mal.
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Das Hotel Adlon bot als Eventlocation einen exklusiven Rahmen für den SZ Wirtschaftsgipfel. Direkt am Brandenburger Tor gelegen, verbindet es historische Eleganz mit modernem Luxus im Herzen Berlins.
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Auf unserer Rückblickseite für 2025 finden Sie Highlight- Impressionen und die gesamte Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung aus drei Tagen Kongress und zwei Abendveranstaltungen.